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Tipps für Einsteiger

Tipps für Einsteiger

Keine Angst vorm ersten Bericht

Wer sich zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts entschließt, sollte diesen Schritt gut durchdacht und planvoll angehen. Viele Teilaspekte und auch Fallstricke sind entlang des Projektplans zu berücksichtigen. Unsere Berater haben nachfolgend ein paar Tipps und Hinweise zusammengestellt, die Ihnen den Einstieg ins Reporting erleichtern sollen.

Kommunikationsstrategie

Verfügt Ihr Unternehmen über eine Kommunikationsstrategie, die auf Nachhaltigkeit basiert? Reporting macht nur Sinn, wenn es kontinuierlich fortgeschrieben wird. Wer nicht bereit ist, dem Bericht eine längerfristige Erscheinungsperspektive zu geben, der sollte das Budget lieber gleich in den nächsten Betriebsausflug investieren.

Rahmenbedingungen

Ein halbwegs vernünftiges Reporting nimmt immer Ressourcen in Anspruch, intern wie extern. Datensammlung, Diskussion und vor allem Abstimmung fordern ihre Zeit – vor allem bei Erstberichten. Entwickeln Sie einen durchdachten, realistischen und belastbaren Projektplan. Achtung: Es dauert immer länger, als Sie denken! Kommunizieren Sie frühzeitig intern Ihr Vorhaben und die Erwartungen. Und: Bleiben Sie am Ball. Der erste Bericht braucht Ihre volle Aufmerksamkeit, weil er noch wenige Freunde im Unternehmen hat.

Zielgruppe und Themen

Nachhaltigkeit lässt sich genauso überprüfen wie die Geschäftsbilanzen. Verzichten Sie also besser auf „Greenwashing“ und überzogene Selbstbeweihräucherungen. Hier punkten Sie mit Authentizität und Glaubwürdigkeit. Stellen Sie fest, wer die wesentlichen Stakeholder ihres Reports sind. An deren Interessen sollten die Inhalte ausgerichtet sein. Analysieren Sie die Themen, zu denen Sie in einzelnen Kapiteln Stellung beziehen. Wichtig: Welche Informationen werden dazu benötigt und mit welchen Daten sollen diese Themen belegt werden?

Recherche und Texte

Steht das grobe Inhaltskonzept, werden Informationen und Daten für einzelne Kapitel strukturiert gesammelt. Erstellen Sie dazu redaktionelle Lastenhefte, die eine unternehmensinterne Datenabfrage vereinfachen. Die Texte sollten klar formuliert sein und die Themen eindeutig und verständlich dargestellt, gegliedert und bezeichnet werden. Wichtig: Verzichten Sie auf Lobeshymnen auf die eigene Leistung. Das schwächt die Glaubwürdigkeit des Berichts. Berichten Sie stattdessen lieber auch über Rückschläge und Fehler.

Gestaltung

Achten Sie auf eine klare Gestaltungssprache, die die Berichterstattung unterstützt. Erreicht wird dies vor allem durch authentisches Bildmaterial mit redaktionellem Bezug. Schmuckfotos und veredelte, aber ökologisch fragwürdige Druckqualität führen zu Irritationen bei den Stakeholdern.

Format

Der Trend weist eindeutig in Richtung Online-Reporting. Die medialen Eigenschaften des Internets wie Aktualität, Variabilität und Benutzerfreundlichkeit begünstigen das Reporting gegenüber dem sequenziellen und statischen Aufbau einer Broschüre. Online lassen sich verschiedene Aspekte besser in inhaltlichen Zusammenhang setzen und Dialog ist unmittelbar möglich. Dennoch hat ein gedruckter Bericht nach wie vor seine Daseinsberechtigung: Er überzeugt mit innerer Geschlossenheit und ist überall einsetzbar. Ihr volles Potenzial entfalten beide Formen im Zusammenspiel.