Andreas Severin übernimmt Lehrauftrag für Issues Management
Im neuen Master-Studiengang Public Relations der FH Gelsenkirchen übernimmt crossrelations-Geschäftsführer Andreas Severin zum Gründungssemester 2005/2006 einen Lehrauftrag für Issues Management. Mit dem Lehrauftrag soll einerseits der wachsenden Bedeutung einer systematischen Themenverfolgung und -bearbeitung Rechnung getragen werden. Gleichzeitig will Severin am Aufbau eines hochwertigen regionalen Studienangebotes mitwirken, dessen Zeit er für gekommen hält: ?Nordrhein-Westfalen ist immer noch die führende deutsche Industrieregion. Allein ein Drittel der DAX-Unternehmen hat hier seinen Sitz. Damit ist es auch ein personeller Ballungsraum für die Beschäftigten der Unternehmenskommunikation. Ein hochschulgebundenes Qualifizierungsangebot für Professionals wird große Resonanz finden, prophezeit Severin, der sich als Vizepräsident der GPRA für Aus- und Weiterbildung engagiert und mit der nationalen Bildungslandschaft bestens vertraut ist.
Der Gelsenkirchener Master-Studiengang Public Relations hat das Ziel, berufserfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kommunikationsabteilungen von Unternehmen und PR-Agenturen für neue Herausforderungen in mittleren wie gehobenen Positionen ihres Berufes zu qualifizieren. Das neue Angebot darf mit guter Resonanz seitens der Unternehmen an Rhein und Ruhr rechnen. Public Relations wird in Deutschland nur an einigen wenigen Hochschulen gelehrt. Bis heute fehlt es in der Breite an einem hinreichenden Angebot an kommunikationsspezifischen akademischen Aufbau- und Ergänzungsqualifikationen. Doch der Markt ist in Bewegung geraten: Neue MBAs in München und Potsdam tragen diesem Defizit Rechnung und formulieren Angebote für das gehobene Management. Namhafte kommunikationswissenschaftliche Studiengänge überarbeiten derzeit ihre Curricula und Abschlüsse, um sich für den Wettbewerb fit zu machen. Das ist gut so und wird für mehr Vielfalt auf dem Sektor Erstausbildung sorgen. Leider wird dabei oft übersehen, dass viele Unternehmen jedoch vor allem an Qualifizierungsangeboten für das mittlere Management und die Arbeitsebene interessiert sind. Sie wollen das professionelle Methodenwissen ihrer Kommunikatoren aktualisiert wissen, möchten ihnen neue Arbeitstechniken vermitteln und mancherorts - angesichts bunter Lebensläufe - einfach das interne kommunikative Verständnis über eine solche Maßnahme harmonisieren.
Bei dem Master-Studiengang Public Relations handelt es sich um einen anwendungsorientierten Weiterbildungs-Stu¬diengang. Die meisten Lehrenden verfügen über Erfahrung in der berufspraktischen Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden. Sie gehören zu den Besten ihres Faches und sollen dem neuen Studiengang über die Region hinaus Profil und Attraktivität verleihen. Das ausgewählte Lehrpersonal soll außerdem eine enge Verzahnung von Hoch¬schule und PR-Praxis gewährleisten.
'Wir sind froh und dankbar, dass wir bei der Konzeptionierung unseres Master-Studiengangs auf das Know-how von Andreas Severin zurückgreifen konnten. Ohne ihn gäbe es dieses Angebot in dieser Form nicht', so Dr. Karl-Martin Obermeier, Professor für Public Relations und Journalismus an der Fachhochschule Gelsenkirchen und Leiter des Master-Studiengangs. Besonders vorteilhaft sei es weiterhin gewesen, so Obermeier, dass ein national so ausgewiesener Experte auf dem Feld des Issues Management wie Andreas Severin nun auch persönlich die Verantwortung für das entsprechende Modul des Studiengangs übernommen habe. Dafür sei er dem Geschäftsführer von crossrelations und Vizepräsidenten der GPRA auch ganz persönlich dankbar.

?If you don?t manage issues, issues will manage you.? Dieser Satz des Begründers des Issues Managements, Robert L. Heath, beschreibt eine zentrale Erkenntnis der Unternehmenskommunikation. Die vielgerühmte ?licence to operate?, der Freiraum unternehmerischen Handelns, lässt sich nur erhalten, wenn Themen, die diesen Freiraum bedrohen [oder erweitern können], frühzeitig erkannt werden. Und mehr noch: Strategisches Issues Management greift weit über die Kommunikationsfunktion hinaus. Es ist integraler Bestandteil guter Unternehmensführung und sollte bereichsübergreifend Zukunftsfähigkeit sicher stellen. Kommunikatoren von morgen müssen also mit den Methoden der Analyse ? Scanning, Monitoring, Forecasting ? ebenso vertraut sein, wie mit den Prozessen des Managementsystems. Lehrende wie Studierende betreten hier gemeinsam Neuland.
Das Modul Issues Management soll Studierenden die Grundlagen und Anwendungsformen des Issues Management vermitteln. Dazu werden die Teilnehmer mit den theoretischen Grundlagen ebenso vertraut gemacht wie mit der Einordnung in das Kommunikationsmanagement von Unternehmen. Sie lernen die Methoden der Anwendung von Issues Management Systemen kennen, von der Identifizierung und Klassifizierung von Issues über Strategiebildung bis zu den organisatorischen Rahmenbedingungen. Sie erhalten dabei umfassende Einblicke in Fallbeispiele aus Unternehmen und den praktischen Einsatz.
Nachfolgend die Studieninhalte des Moduls Issues Management:
Weitere Informationen beim Institut für Journalismus und Public Relations der Fachhochschule Gelsenkirchens